Die Legende

 

ie Frostdrachin Alineeda Lichtermeer war alt und einsam geworden. Nicht viele ihrer Art existierten noch in dieser Welt und so verließ sie nur mehr selten ihren mächtigen Hort im Dämmerwald der Märchenwelt Darweyn. Manchmal besuchten sie kleine furchtlose Waldkatzen, die in wilden Jagden über den Schatzberg hinwegfegten, die kostbaren Kleinode im Spiel umherwarfen und so das unsterbliche Leben der Drachendame erträglicher machten. Sie spendeten ihr Trost, wenn sie sich unter ihren riesigen Flügeln zusammenrollten und das Schnurren im Gleichklang mit dem Schnarchen der Drachin schwang.

Doch waren sie fort, so verfiel sie zurück in die Trostlosigkeit ihres Daseins. Alineeda sehnte sich nach dauerhafter Gesellschaft und die grenzenlose Einsamkeit brachte sie dazu, ihre Magie zu missbrauchen. So warf sie einen mächtigen Zauber auf ihre kleinen Freunde, um sie für immer bei sich in ihrem Drachenhort zu binden. Dann versiegte ihre Zauberkraft für immer.

 

ald aber bemerkte die Drachin, was sie angerichtet hatte. Ohne die Freiheit des Waldes kümmerten die Samtpfoten dahin und waren zum Tode verurteilt. Bestürzt über die Erkenntnis ihrer Schuld weinte die Drachin bitterlich. Als die kristallenen Tropfen das Fell der Waldkatzen benetzten, wurde es völlig von dem Tränenglanz überzogen und die Katzen wuchsen auf ein beeindruckendes Maß an. Der Bann war gebrochen und die Katzen konnten in den Dämmerwald zurückkehren. Doch die Befürchtungen der Drachendame bestätigten sich nicht, denn fortan bestand ein magischer Bund zwischen den Katzen und dem Drachen und die Samtpfoten kehrten zu jeder Niederkunft in den Drachenhort zurück, um ihre Kinder im Schutze ihrer Flügel zu werfen. Man nannte sie fortan, die Katzen vom Drachenhort.