FIP

 

 

Die Erkrankung entsteht durch Mutation von Coronaviren im Körper der Katze,

die erkrankt.

Coronaviren sind sehr ansteckend, das heißt, sie werden von einer auf die

andere Katze übertragen. Wenn mehrere Katzen zusammen leben, breitet sich

Coronavirus bei allen Tieren des Bestandes aus. Je größer der Bestand ist,

desto stärker vermehren sich die Viren in jedem einzelnen Tier. Dadurch wird

auch ein höherer Corona-Titer im Blut (vgl. Laborergebnisse) erreicht.

Mutierte Coronaviren (FIP-Viren) sind (fast) nicht ansteckend, das heißt,

sie werden von einer befallenen Katze nicht auf eine andere Katze

übertragen, auch wenn sie engen Kontakt haben.

(Von dieser Regel scheint es Ausnahmen zu geben: Beispielsweise können

vermutlich erkrankte Tiere auch mutierte Coronaviren bei Kämpfen durch Bisse

übertragen. Dies würde befristete FIP-Ausbrüche auf dem Lande unter

freilebenden Katzen erklären)

Eine Katze, die einen Corona-Titer (unabhängig von der Höhe) hat, aber weder

Symptome noch Laborwerte, die für die Erkrankung sprechen, ist als FIP-frei

anzusehen. Das heißt: diese Katze ist nicht an FIP erkrankt.

 

Zur Bedeutung der FIP-Impfung:

1) Eine echte Immunität kann sich nach der Impfung nur entwickeln, wenn die

betreffende Katze noch keinen Kontakt zu Coronaviren hatte. Es entwickelt

sich bei 75% dieser Impflinge eine belastungsfähige lokale Immunität. Die

Impfung muss unbedingt jährlich aufgefrischt werden.

2) Leider gibt es keine Methode, um mit Sicherheit Corona - freie Tiere zu

erkennen. Auch bei negativem Titer können die Katzen Coronavirus in sich

tragen.

3) Tiere, die bereits Corona-positiv sind, können durch die Impfung nicht

vor der Entwicklung von FIP geschützt werden. Dennoch wird die Impfung

beispielsweise in Tierheimen mit Erfolg bei der Eindämmung der

FIP-Erkrankung eingesetzt. Neben den zu treffenden hygienischen Massnahmen

soll die Impfung auch eine gewisse Resistenz gegen neu aufgenommen

Coronavieren bieten.

 

Ein Bestand, in dem Coronaviren waren, kann nicht saniert werden, das heißt,

es werden immer Coronaviren im Bestand bleiben.

(Schätzungen besagen, dass 60% bis über 90 % der Bestände Corona-positiv sind.)

Corona-Viren können in einem Bestand reduziert werden durch:

1) optimierte Haltung und Fütterung (Hygiene, z.B. mindestens eine

Katzentoiletten pro zwei Katzen, mindestens zwei Katzentoiletten pro

Haushalt; Vitamin- und Mineralstoffversorgung sicherstellen)

2) Streßreduktion (Bestandsgröße verkleinern, ausreichend erhöhte Sitzplätze

schaffen)

3) Bei Einzeltieren oder wenn 2 - 3 Katzen zusammen gehalten werden:

......antivirale / immunstimulierende Therapie (Interferon)

(4) eventuell FIP-Impfung bei größeren Beständen oder häufigem Wechsel wie

beispielsweise in Tierheimen )

 

Unmittelbare Konsequenzen für eine betroffene Zucht:

1) Die getesteten Katzen, die zwar Titer haben, aber keine weiteren Symptome

oder Blutbefunde, sind gesund und damit auch zur Zucht geeignet. Anzustreben

ist, dass der Titer vor der Zuchtnutzung sinkt.